May 30, 2026
Wir können vieles vermeiden und erst gar nicht entstehen lassen, wenn wir unser Selbst mehr leben würden. Mehr von dem, was uns glücklich macht, mehr von dem, was uns Freude bereitet und mehr von dem, was uns erfüllt und inneren Frieden schenkt. Somit stärken wir ganz automatisch unseren Körper und unser Immunsystem, sodass er dann wieder in der Lage ist, aus den Vollen schöpfen zu können. Zu oft aber unterdrücken wir genau das, was wir von Herzen tun möchten und ignorieren den inneren Ruf.
Und dann suchen wir im Außen. Folgen fremden Autoritäten und verstehen nicht, dass wir die wichtigste Autorität in uns tragen. Dabei wissen wir bereits instinktiv sehr genau, dass wir die Antwort schon kennen und sie nur vernebelt ist oder wir uns nicht trauen, dieser Stimme und diesem Gefühl zu folgen. Solange wir uns nicht genug selbst vertrauen und noch nicht gelernt haben was unsere wahre innere Stimme ist, kann es sich unsicher anfühlen und es kann leicht passieren, dass wir die Stimme der Wunde mit unserer eigenen verwechseln. Und solange wir nicht dahinter schauen, was das für eine Wunde ist, solange kann sie uns und unser Handeln unterbewusst steuern, da Wunden meist lauter sprechen als alles andere und so können sie uns auf Umwege führen. Jeder Weg jedoch kann meiner Meinung nach sehr lehrreich sein, da es immer mehrere Perspektiven gibt. Sie dienen uns trotz des Schmerzes. Doch manche könnte wir umgehen, wenn wir uns selbst besser kennen würden und andere wiederum sind unumgänglich, weil sie uns etwas aufzeigen möchten und wichtig für unsere weitere Entwicklung sind.
Aber gibt es denn überhaupt einen falschen Weg? Ist uns vielleicht jeder Weg, egal wie schwer oder leicht er sein mag, dienlich? Der eine fällt uns schwer zu gehen, den anderen gehen wir mit mehr Freude und Leichtigkeit. Dass es auch selbst auf diesen hin und wieder holprig werden kann, gehört vermutlich einfach zum Leben dazu. Es geht ja nicht darum, alles in unserer Macht zu tun um diese schwierigen Zeiten zu vermeiden, sondern mehr darum, einen Umgang damit zu finden. Das Leben bietet uns seine Höhen und seine Tiefen, ein Mix aus all dem und wir haben die Macht, unsere Reaktion darauf zu steuern. So gut wie es eben geht. Und je besser wir uns selbst kennen, desto leichter wird es uns fallen, die für uns “richtigen” Entscheidungen zu treffen und somit Widerstände zu verringern.
Wenn wir beginnen uns selbst besser zu verstehen, und das lernen wir nur durch das Leben selbst und das ständige Experimentieren, erkennen wir mehr und mehr unsere wahre Stimme. Die Stimme, die hinter der Wunde oder der Angst liegt. Verunsicherungen verleiten uns oft dazu, im Kopf zu sein und demnach zu sehr im Außen zu suchen. Immer und immer wieder. Werden wir dort fündig? Sammeln wir erstmal im Außen ein, testen, versuchen und landen dann doch wieder bei uns und sagen, hab ichs doch gewusst, hätte ich doch nur auf mein Bauch/Gefühl/Intuition gehört?
Nichts im Außen kann dir eine solche Sicherheit geben wie du dir selbst. Und das kannst du lernen. Indem du dich immer und immer wieder mit deinem Innersten verbindest, die Außenwelt leiser werden lässt und du deine natürliche Weisheit sprechen lässt und ihr wieder Aufmerksamkeit schenkst und ihr zuhörst. Je besser du dich verstehen lernst, desto klarer wirst du und kannst darin die Stärke und den Halt für dich selbst finden.
Auf diesem Blog findest du meine persönlichen Impulse und Gedanken, die dich vielleicht ein Stück begleiten können. Ich liebe es herumzuphilosophieren, daher wirst du auch verschiedenes hier zu lesen bekommen. Wer tiefer gehen möchte, ist in meinen Räumen sehr willkommen und kann mir jederzeit Fragen stellen.
